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Geschichte des Waldcafes

In den Jahren 1926 und 1927 wurde das Waldcafe erbaut, und zu Pfingsten 1927 eröffnet. Im Zentrum befand sich damals die „Wärmestube“, da die anderen Räumlichkeiten alle offen waren und es noch keine Fenster gab! Der Grund dafür liegt im zu dieser Zeit noch nicht vorhandenen Wintertourismus. Und so bot der zentrale Raum im Winter genug Platz für die Familie und einige einheimische Gäste. Während der Sommermonate aber war das Waldcafe (Waldkaffee, wie es dazumal geschrieben wurde) bekannt für seine Tanzveranstaltungen, die täglich stattfanden. Während der Kriegsjahre war Größen zu Gast, von Leni Riefenstahl, der bekannten aber auch umstrittenen deutschen Regisseurin, über Erich Kästner, der die letzten Kriegsjahren im Zillertal verbrachte und seine Eindrücke von Mayrhofen und dem Waldcafé im Buch „Notabene 45“ niedergeschrieben hat, bis hin zu den damaligen Ufa-Stars, die den berühmten Film „Via Mala“ hier gedreht haben. Außerdem erfreuten sich Mitglieder des Adels der Gastfreundschaft im Waldcafé und so wurde das Café weithin bekannt. Aufgrund der Talform des hinteren Zillertals wurde Mayrhofen nie von Bomben getroffen, obwohl das Kraftwerk ein strategisch wichtiges Ziel der Alliierten gewesen wäre. Und so überstand auch das Waldcafe die Kriegszeit ohne Schäden. Selbst die anschließende Besatzung durch die Franzosen, die das Café immer wieder für diverse Veranstaltungen und als Offizierskasino benutzten, hinterließen keine Spuren.

Als Mitte der Fünfziger Jahre die Penkenbahn gebaut wurde und somit auch der Wintertourismus in Mayrhofen Einzug hielt, änderte sich auch schlagartig die Anforderung ans Waldcafe. Daraufhin wurden in den zwei Sälen Fenster eingesetzt um die Gäste auch im Winter bewirten zu können und vor allem zu unterhalten. Es folgten noch einige Umbauten in den Sechziger Jahren, die dem Waldcafe das heutige Aussehen gaben.

Ende der 90er-Jahre pachtete schließlich der Wirt der Hirschbichlalm, Friedl Fankhauser, das Waldcafe gemeinsam mit seinen Freunden Peter Steinlechner und Alfred Eberharter von den Schürzenjägern. Und so war vom 2. Jänner 1999 bis Ende August 2005 das Waldcafe auch unter dem Namen Schürzenjäger-Treff bekannt und bei vielen Einheimischen und Gästen beliebt.

2003 wurden im ersten Stock des Gebäudes die schon über Jahre nicht mehr genutzten Räumlichkeiten von Friedl´s Sohn Martin und dessen Geschäftspartner Karsten Schmidt teilweise umgebaut, saniert und zu Gästezimmern umfunktioniert. Ein zweiter Bauabschnitt begann im Oktober 2005 und schon zwei Monate später wurde das Waldcafe wieder eröffnet und die ersten Gäste konnten in den neuen Zimmern ihre ersten erholsamen Nächte verbringen.

Der Gasthof Waldcafe mit seinen gemütlichen Stuben ist heute ein gemütliches und freundliches Lokal, in dem jedermann willkommen ist, und wo man sich in ungezwungener Atmosphäre einfach wohl fühlen kann.